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Sepp Larch

Sepp Larch

geboren: 28.07.1930
Anschrift: 3335 Weyer, Rapoldeck 3

Sparte: Bergsteigen

 

Persönlicher Werdegang:
Geboren in Sterzing in Südtirol, kam Sepp Larch Anfang der 40er Jahre nach Weyer. Er war gelernter Bäcker, arbeitete aber nach dem Krieg im Bauxitbergwerk in Weißwasser. Später war er auch beim Bau der Waldbahn durch das Reichraminger Hintergebirge tätig. Durch die erworbenen Kenntnisse arbeitete er auch auf Großbaustellen in Westösterreich, meist in Gebirgsregionen. In späteren Jahren arbeitet er bei der OKA, der heutigen Energie AG. Durch die Tätigkeit im Berg und auf den Baustellen entwickelte er eine entsprechende Rohkraft. Dadurch wurde er im Alpinismus rasch zu einer legendären Kletterfigur. Ende der 40er Jahre kam er durch Kajetan „Kaidi“ Uriach und Leo Forstenlechner zum Klettern im Gesäuse. Bereits im ersten Jahr wurden Touren im VI. Schwierigkeitsgrad unternommen (direkte Nordwestkante der Rosskuppe). Auch die winterliche Jahreszeit wurde für Klettertouren genutzt (2. Winterbegehung der Bergerkante auf den kleinen Buchstein). Es folgten in den kommenden Jahren unzählige Touren im Gesäuse, den Ost- und Westalpen und bis zum Höhepunkt seiner Bergsteigerkarriere ins Karakorum.


Größte Erfolge:

  • 1950 Erstbegehung direkte Nordwand des Peternschartenkopf mit Kajetan Uriach
  • 1951 Erstbegehung des direkten Einstiegs am Admonter  Reichenstein Nordpfeiler mit Hans Willenpart
  • 1952 siebte Begehung der Eiger Nordwand im Berner Oberland mit Karl Winter, siebte Begehung der Direkten Laliderer Norwand im Karwendel mit Karl Winter, zweite Begehung des Krichbaum Risses in der Großen Bischofsmütze mit Kajetan Uriach, fünfte Begehung des Klosewegs in der Nordwand der Planspitze mit Kajetan Uriach und Karl Winter
  • 1953 zwölfte Begehung der Direkten Roten Rinne der Planspitzen-Nordost-Wand mit Karl Winter,Walter Almberger und Ernst Walther, siebte Begehung der Direkten Nordwand des Peternschartenkopfes mit Karl Winter, fünfte Begehung der Direkten Nordwand der Bischofsmütze mit Karl Winter, neunte Begehung der Dachl-Rosskuppen-Verschneidung mit Karl Winter, zweite Begehung des Direkten Nordostpfeilers des Admonter Reichensteins mit Karl Winter, zweite Begehung der Peternscharte Nordwestkante mit Kajetan Uriach
  • 1954 erste Winterbegehung der Dachl-Rosskuppen-Verschneidung (mit drei Biwaknächten bei bis zu minus 20°C) mit Leo Forstenlechner, Erstbegehung der Geraden Südwand der Großen Bischofsmütze mit Kajetan Uriach, dreizehnte Begehung der Südostkante der Großen Bischofsmütze mit Willi Ritt, achte Begehung Matterhorn-Nordwand mit Leo Forstenlechner und Hans Willenpart
  • 1955 erste Winterbegehung der der Hein-Schreiner am Hochtor mit Ernst Walther, zweite Begehung der Direkten Westwand der Sulzfluh Vorarlberg mit Ernst Walther
  • 7. Juli 1956 Erstbesteigung des Gasherbrum II (8.035 m) im Karakorum gemeinsam mit Hans Willenpart und Fritz Moravec
  • 1962 technischer Berater und Darsteller im Film „Sein bester Freund“ mit Toni Sailer, Regie: Luis Trenker
  • 1970-71 Anden Expedition, mit Hans Mautner und Hans Schönberger der Erste auf der Mercedario-Südwand sowie mit Kurt Eibl und Hans Schönberger bei der Überschreitung der zwei Gipfel des Pico Polaco in den Anden

Persönliche Anekdoten:
Auszug aus dem Buch „Vom Gesäuse ins Karakorum“ von Adolf Brunnthaler: „Nun hätten zwei weitere Expeditionsteilnehmer am nächsten Morgen ihre Gipfelchance warnehmen können. Sie hatten aber Ihre Steigeisen nicht dabei. Wütend warfen sie die ihnen angebotenen Steigeisen der Erstbebesteiger zur Seite. Der soeben „entweihte“ Gipfel hatte für sie jeglichen Reiz und Glanz verloren.
Ratti: „Na hearst, waun i ned da Erste bin, brauch i ned aufigehn!“

Sepp: „Is eh woar! Gehst wieda owi!“

 

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