Kreuzberg Rundweg
Wegbeschreibung
Der Kreuzberg in Weyer ist ein bewaldeter Höhenrücken, der sich unmittelbar nordwestlich des Ortes als Ausläufer des Stubauerberges (1.114 m) erhebt. Ursprünglich Venus-, Venis- oder Marktholzberg genannt, erhielt er seinen heutigen Namen durch einen Kreuzweg, von dem die Kreuzigungsgruppe in 623m Seehöhe erhalten ist. 1868 wurden diese bemalten, überlebensgroßen Blechschnittfiguren von Josef Gabriel Frey geschaffen und stellen Christus, Maria, Magdalena, Johannes Evangelist und die beiden Schächer dar. Die Erschließung des Kreuzberges durch leicht begehbare Wanderwege stellte sich der im Jahre 1885 gegründete "Verschönerungsverein Weyer" unter seinem tatkräftigen Vorstand Notar Friedrich Schmeidel zur Aufgabe. (Denkmal aus dem Jahre 1907) In der Zeit vom 20. April bis 28. Oktober 1885 wurde diese Aufgabe von 6 - 8 Teichgräbern unter der technischen Anleitung von Forstsekretär i.R. Franz Mauthner gelöst. Es wurden 8 bis 9 Kilometer Wege angelegt. In den folgenden Jahren wurden dem Wegenetz der Groß- und der Widtberg einbezogen, sodass jetzt weit mehr als 16 Kilometer bequeme Wanderwege geschaffen sind. Die Wege sind derart angelegt, dass sie, Schneefälle ausgenommen, das ganze Jahr hindurch bei jeder Witterung eine vollkommen trockene, schmutz- und staubfreie Wanderung ermöglichen. Schon damals war der Kreuzberg im Besitz der Markt-Commune Weyer, deren Nachfolger die Agrargemeinschaft Weyer ist. Ihrer Zustimmung ist es zu danken, dass ein 48 ha großes Grundstück am Kreuzberg am 23. 11. 1981 von der O.Ö. Landesregierung zum "Naturschutzgebiet Kreuzberg" erklärt werden konnte. Das Naturschutzgebiet "Kreuzberg-Weyer" wurde am 5. Juni 1982 durch den Naturschutzreferenten der OÖ Landesregierung, Herrn Landesrat Dr. Grünner, mit den Worten eröffnet: "Der Kreuzberg in Weyer ist keineswegs ein den Besuchern verschlossenes Reservat, sondern ein außerordentlich schönes Gebiet für Wanderer, Familien mit Kindern und älteren Erholungssuchenden". Die Wiederherstellung und die Erhaltung dieser über 120 Jahre alten Wanderanlagen haben sich 15 Kreuzbergritter und Kreuzbergrittersfrauen aus Begeisterung und Idealismus gratis in jährlich ca. 1.000 Stunden zum Ziele gesetzt. Teilen Sie mit diesen Idealisten die Freude an den prachtvollen Wanderanlagen. Wegbeschreibung: Die Wanderung beginnt bei der Übersicht- Schautafel am Parkplatz Wanderzentrum-Weyer. Eine grüne Tafel weist den "Zu den Kreuzberg-Anlagen". Gleich nach der Bahnunterführung sieht man einen Pfeil nach links zu den Kreuzberganlagen. Nach einigen Metern wendet man sich nach rechts bis zum Einstieg (großer Zwerg). Kurzer Anstieg bis zum Gedenkstein von Notar Dr. Friedrich Schmeidel, der sich für die Schaffung der Wanderwege am Kreuzberg tatkräftig einsetzte. Der Weg führt in gemütlicher Steigung weiter. Bei der ersten Kreuzung sieht man den Pfeil "Kreuzberg-Rundweg E20, diesem folgt man während der ganzen Wanderung. Der Einsiedlerboden bietet sich als Rastplatz an, weiter immer dem Wegweiser "Kreuzberg- Rundweg E20“ folgend, erreicht man die "Adi Seifert-Bank". Von hier ist die Wallfahrtskirche "Heiligenstein" zu sehen. Nun kommt man zur Schutzhütte, von da blickt man wieder zum Heiligenstein und das Gaflenztal Richtung Waidhofen an der Ybbs. Der Wegweiser zeigt nun wieder "Kreuzberg-Rundweg E20", dem man folgt. Auf dem Weg nach oben hat man einen herrlichen Ausblick auf einen Teil von Weyer-Markt bis zum REHA-Zentrum. Wenn man vom Wald herauskommt geht man ein Stück die Forststraße entlang, vorbei am Naturschutzdenkmal - von hier 1/2 km zu den "Drei Kreuzen“ - zum Kreuzboden (Holzlagerplatz). Achtung! Scharf nach rechts weitergehen - der Wegweiser ist zu sehen. Der "Gesäuse-Panoramablick" lädt zu einer kurzen Rast ein um den Ausblick zu genießen. Man wandert weiter Richtung "Gesäuseblick", vorbei am Rosa-Bründl. Vom "Gesäuseblick" sieht man den Großen und Kleinen Buchstein, dahinter das Hochtor. Die Wanderung geht weiter und der Wald gibt einen Blick frei auf Weyer, mit dem Rapoldeck rechts. Über den "H. u. P. Neubauer Weg" schlängelt man sich in Serpentinen nach unten. Auf der Forststraße angekommen, geht man nach links weiter bis zum Wegweiser "Kreuzberg-Rundweg E20" oder Wittbergweg und wandert im Jungwald bis zum Einsiedlerboden. Von dort hinunter zurück zum Ausgangspunkt.
Varianten: e◗ Markt-Commune Weg zum Gesäuseblick (6,3
km): Parkplatz - Kreuzberg Boden – „Gesäuse-
Panoramablick“ – Mühleck – Bahnpromenade –
Parkplatz
◗ Wittberg-Weg (4 km): Parkplatz – Schmeidl
Denkmal – Einsiedler Boden – Wittberg –
Baronberg – Bahnpromenade – Parkplatz
Mitter-Weg (4 km): Parkplatz – Schmeidl Denkmal –Kreuzberg
Boden – Schutzhütte – Parkplatz
◗ Kreuzbergritter-Weg (3 km): Walcherberger Brücke – Thürbauer
– Einsiedler Boden – Schmeidl Denkmal – Parkplatz
Schmeidl-Weg (1,5 km): Parkplatz – Schmeidl Denkmal –
Thürbauer Kapelle – Bahnpromenade – Parkplatz
◗ Drei-Kreuze-Weg (2,6 km): Parkplatz – Schmeidl Denkmal –
Schutzhütte – Naturschutz Denkmal „Drei Kreuze“







